Restbussimulation für FlexRay- und CAN-Systeme
Bei der Analyse von FlexRay-Netzwerken werden Anforderungen an die Messhardware gestellt, welche grundlegend verschieden zu den Anforderungen z. B. bei CAN-Netzwerken sind. Während bei einem CAN-Analysesystem in der Regel der Einsatz eines Kommunkiations-Controllers zur Bus-Analyse ausreicht, müssen bei FlexRay zusätzliche Maßnahmen getroffen werden um Aufstartvorgänge und Fehler analysieren zu können. So ist z. B. ein FlexRay-Kommunikationscontroller nicht in der Lage während der für die Etablierung der deterministischen Kommunikation notwendigen Aufstart-Phase, Nachrichten zu empfangen und an ein Analysesystem weiterzureichen. Weiterhin können nicht alle für die FlexRay-Bus-Analyse relevanten Fehler von einem FlexRay-Kommunikationscontroller gemeldet werden.
IXXAT verfolgt mit seinem FlexRay/CAN-PC-Interface "FlexRay CCM" bzw. "FRC-EP150" den Ansatz der kombinierten FlexRay-Analyse aus asynchroner Bitstromanalyse und synchroner Analyse mit Hilfe eines FlexRay-Kommunikationscontrollers. So wird der FlexRay-Bitstrom von einem eigenständigen System abgetastet, parallel hierzu wird der FlexRay-Kommunikationscontroller betrieben. Die Ergebnisse aus beiden Quellen werden verglichen und zusätzlich gewonnene Ergebnisse werden der Analysesoftware zur Verfügung gestellt.

Zusammen mit dem IXXAT MultibusAnalyser stellt das FlexRay/CAN- PC-Interface "FlexRay CCM" bzw. "FRC-EP150" somit eine leistungsstarke Analyseumgebung für die zeitsynchrone Analyse von FlexRay- und CAN-Netzwerken zur Verfügung. Über den vom MultibusAnalyser bereitgestellten FIBEX-Import ist eine Analyse sowohl auf Nachrichtenebene als auch auf Signalebene möglich. Über Sendefunktionen kann auch eine Stimulation der FlexRay- und CAN-Netzwerke erfolgen. Die offene .net-Schnittstelle ermöglicht eine einfache Realisierung kundenspezifischer Funktionsmodule, Anzeigen sowie Knoten- und Restbussimulationen. Ein zusätzlicher Codegenarator ermöglicht auch den Zugriff auf FlexRay- und CAN-Nachrichten über Applikationsgrößen (Signale), die bereits in Form von .net Assemblies generiert werden (Siehe MultibusAnalyser).
FlexRay-Restbussimulation Die Restbussimulation stellt für einzelne oder mehrere Steuergeräte eine Simulationsumgebung bereit, damit diese unabhängig von anderen Teilnehmern getestet werden können. Hierzu gehört die Generierung des Nachrichtenverkehrs, der für das zu testende Gerät notwendig ist sowie die Reaktion auf Nachrichten. Darüber hinaus stellt die FlexRay-Restbussimulation sicher, dass mindestens zwei FlexRay Cold-Starter zur Verfügung stehen, damit das FlexRay-Netzwerk aufgestartet werden kann. Mit der Dual-Chip-Erweiterung des FlexRay CCM und FRC-EP150 kann ein Gerät zwei Cold-Starter darstellen und somit ein Netzwerk mit FlexRay Integration Nodes starten.
CAN-Restbussimulation
Zusätzlich zu den FlexRay-ECUs bzw. den FlexRay-Signalen können mit der optionalen CAN-Restbussimulation auch die CAN-ECUs bzw. CAN-Signale in die Simulation mit aufgenommen werden. Als Input für die Auswahl des gemeinsamen Simulationsumfanges dient die Fibex-Datei. Die CAN-Restbussimulation läuft parallel auf dem FlexRay CCM bzw. dem FRC-EP150 und unterstützt so die gleichzeitige Simulation von FlexRay- und CAN-Signalen.
Die Generierung des FlexRay-Nachrichtenverkehrs für die Restbussimulation ist häufig an Echtzeit- Anforderungen geknüpft. Dies bedeutet, dass Antwortdaten innerhalb einer vorgegebenen Zeit, meist innerhalb eines Nachrichtenzyklusses, vom zu testenden Steuergerät erwartet werden und die Simulation des Flexray-Nachrichtenverkehrs schritthaltend zur Verfügung gestellt werden muss. Das IXXAT FlexRay CCM / FRC-EP150 unterstützt Echtzeit Restbussimulation direkt auf der Hardware über eine Linux-basierende Embedded Programmierumgebung. Hierbei wird der abzuarbeitende Code im Kernel-Mode auf das FlexRay CCM dynamisch geladen und abgearbeitet. FlexRay- und CAN-Nachrichten können empfangen, weiterverarbeitet und Antwortdaten können in Echtzeit versendet werden. Hierfür steht ein Framework und C-Schnittstellen zur Verfügung. Ein unter Windows lauffähiger GNU-Compiler mit Downloadtool übernimmt die Übersetzung und das Laden der Programmmodule auf das FlexRay CCM, die dort auf dem Flash-File-System abgelegt werden. Eine Steuerung der embedded Restbussimulation über den PC mit Übergabe von Daten ist genauso möglich, wie der Stand-Alone- Betrieb (d. h. den Betrieb des FlexRay CCMs ohne PC). Für geringe Echtzeit Anforderungen d. h. wenn Antwortzeiten von 10-20 ms ausreichend sind, steht die Restbussimulationsumgebung über die .net Schnittstelle des MultibusAnalysers zur Verfügung.
Über die Restbussimulation hinaus, bietet die embedded Programmier-Umgebung des FlexRay CCMs auch die Möglichkeit der Implementierung von Gateways, Transportprotokollen oder ECU Emulationen an. Das Embedded Programmierpaket für das FlexRay CCM umfasst die Unterstützung des StandAlone Betriebes, embedded Frameworks für FlexRay und CAN mit erforderlicher Entwicklungs- und Downloadumgebung.
Bestellnummer
| 1.02.0243.00000 |
FlexRay-Restbussimulation |
| 1.02.0243.00002 |
FlexRay- und CAN-Restbussimulation |
| 1.02.0245.00000 |
Restbussimulation Runtime Volllizenz für FlexRay CCM und FRC-EP150 | |
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