Anwenderberichte

relyon-plasma

Industrielle Plasmaprozesse – modular konfiguriert

Die Plasmaprodukte von relyon plasma haben ein CANopen-Interface, das mit einem IXXAT-Stack realisiert wurde. In Kombination mit den Anybus-Gateways für CANopen können sie in jede Feldbusumgebung eingebettet werden.
Mit den Gateways von HMS können unsere Plasmaanlagen sehr einfach in jede Feldbusumgebung eingebettet werden und mit hoher Zuverlässigkeit mit dem übergeordneten FIS (Factory Information System) kommunizieren.
Dominik Burger, Manager F & E
relyon plasma GmbH
Die Anwendung
Atmosphärendruckplasma ist eine der effizientesten Methoden, Materialien so zu bearbeiten, dass optimale Bedingungen für nachfolgende Prozesse, wie z.B. das Verkleben, das Laminieren oder Lackieren gegeben sind. Die Produktqualität wird bei höherem Durchsatz und ohne Einsatz von zusätzlichen Primern gesteigert. In der Pharmaindustrie und der Lebensmitteltechnik ist zusätzlich die keimreduzierende Wirkung von Plasma ein wichtiges Thema. Ein intensiver atmosphärischer Plasmajet kann durch eine elektrische Entladung in einem ausgedüsten Luftstrom erzeugt werden. Bei relyon plasma wird hierzu eine hochfrequent gepulste Hochspannungsquelle und eine speziell ausgelegte Düse eingesetzt.

Kommunikationsstarke Systemeinbettung
Um ein solches Hochleistungssystem sicher anzusteuern, ist eine robuste Kommunikation essentiell. In einer Fertigungsanlage, z.B. in der Verpackungsindustrie, können mehrere Plasmakanäle, Sensoren für Temperatur und Druck sowie Masseflussregler via CAN Bus verknüpft werden. Der CAN Bus bietet bis zu 127 Adressen je Knoten und liefert Übertragungsraten von bis zu 1 Mbit/s bei 40 m oder 500 kbit/s bei 100 m Kabellänge. Die Kommunikation via CAN ist überaus tolerant gegenüber elektromagnetischen Störsignalen.

Herstellerübergreifender Standard
In modernen Fertigungsanlagen sind autonome Insellösungen oder analoge Steuerungsschnittstellen längst nicht mehr “state of the art“. Auch um ein gefordertes Performance Level, Einstufung des Risikos nach Norm ISO 13849, für Sicherheitssysteme zu erreichen, ist eine sichere Kommunikation als redundantes System zum Notauskreis äußerst hilfreich. Die relyon Hochspannungsquelle ist in der Lage, die aktive Hochspannung über einen hartverdrahteten Notauskreis und über die CAN-Schnittstelle auszuschalten. Die Kommunikation und Zustandsüberwachung läuft in beiden Fällen ungestört weiter. Das Plasmasystem muss sicher in das übergeordnete Steuerungskonzept eingebettet sein. Allerdings unterscheiden sich die Kommunikationsstandards je nach Branche, Region oder Typ der eingesetzten Anlagensteuerung. Es existieren zwar die auf CAN basierenden offenen Kommunikationsprotokolle DeviceNet oder CANopen, doch diese werden nicht von jeder Steuerungslösung unterstützt. Für relyon plasma war es daher wichtig sicherzustellen, dass die Plasmalösung in jedem Zielmarkt weltweit problemlos in die entsprechende Netzwerktechnik der Anlage eingebunden werden kann. In sehr kurzer Zeit konnten sehr vielfältige Integrationslösungen umgesetzt werden, von der einfachen Laboranlage, die über ein CAN/USB-Modul direkt mit dem Laptop gesteuert werden kann, bis hin zu vollautomatisierten Produktionsanlage mit Zentralsteuerung und stetiger Übertragung aller Prozessparameter an das Factory Information System.